Stigmatisierung der Depression

Der tragische Fall rund um den absichtlich herbeigeführten Absturz der Germanwings Maschine 4U9525 wirft aktuell viele Fragen auf. Wie und warum der Co-Pilot sich dazu entschlossen hat 150 Menschen mit in den Tod zu reißen ist die wohl brennendste davon.

In den Zeitungen war einiges über das psychische Leiden des Co-Piloten zu lesen. Er soll angeblich an Depressionen gelitten haben und unter anderem hätte er suizidale Gedanken geäußert.

Abgesehen vom fragwürdigen Umgang der Medien mit dieser sehr privaten Information finde ich es fast noch schlimmer für alle betroffenen Menschen, die an Depressionen leiden, wie diese aktuell unter Generalverdacht gestellt werden suizidal oder gar „selbtmörderisch“ zu sein.

Ich arbeite bereits seit einigen Jahren mit Menschen die an Depressionen leiden und kann dazu nur sagen dieses Leidensbild stellt KEINE Gefahr für andere dar. Ganz im Gegenteil, die meisten Menschen mit Depressionen richten ihre Aggressionen gegen sich selbst und möchten ihrem Umfeld nicht zur Last fallen (dabei fallen diese Menschen gerade durch dieses Verhalten allen Liebenden und sich selbst besonders stark „zur Last“).

Was der Co-Pilot der Germanwings  angerichtet hat bedarf einem riesigen Aggressionspotential und ein solches würde eine Depression nahezu unmöglich machen, wenn nicht sogar ausschließen.

Ich arbeite seit 2011 als selbstständiger Psychotherapeut in meiner Psychotherapiepraxis in Wien Döbling. Bei meiner psychotherapeutischen Arbeit unterstütze ich meine Klienten dabei zu einem positiven Lebensgefühl zurückzufinden.

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